Hallo Leute!
Am Montag war ich in Heidelberg um mich den dortigen Onkologen und Orthopäden vorzustellen und meinen weiteren Therapieverlauf zu besprechen. Nachdem mein Termin ja eigendlich für den 19.12. geplant war, der ja wie bereits beschrieben von den Leuten in Heidelberg verpennt wurde, musste ich jetzt kurzfristig am Montag nach Heidelberg. Und es kam wie es kommen musste. Da meine letzte Untersuchung erst Mittwoch letzter Woche war (CT vom Thorax und abdomen) hat die Klinik Bielefeld auch die Befunde erst am Freitag Richtung Heidelberg per Post losgeschickt. Wäre mein Termin am 19.12. gewesen hätte diese Zeit für die Ärzte in Heidelberg auch völlig ausgereicht um sich ausreichend über meinen derzeitigen Zustand zu informieren und vorzubereiten. Als ich jetzt am Montag in der Uniklinik in Heidelberg ankam waren noch keine CD´s eingelesen und keine Befunde in augenschein genommen. Niemand hatte sich auf meinen Besuch, der ja eigendlich frühzeitig angekündigt war, vorbereitet.
Eigendlich war geplant, dass ich mit den Onkologen und den Orthopäden zusammen sitze und wir gemeinsam über meinen Zustand beraten. Dies war nicht der Fall. Ich saß jetzt bei der Oberärztin der Onkologie in der Sprechstunde die keine Ahnung hatte dass ich überhaupt an dem Tag vorbeikommen wollte. Ich habe sie dann kurz über meine aktuelle Situation informiert. Sie kam zu dem Schluß, dass die Orthopäden über den weiteren Ablauf der Therapie entscheiden müssten, da nur die Chirurgen welche den Tumor entfernen müssen entscheiden könnten wie jetzt weiter zu verfahren ist. Danach hat sie in der orthopädischen Klinik angerufen und mich beim Chefarzt angemeldet dass ich gleich vorbeikommen würde. Denn dort wusste natürlich auch keiner Bescheid, dass ich am Montag vorbeikomme. Die Orthopädische Klinik befand sich nochmal 10 KM weit weg. Somit wieder ins Auto, nochmal Parkplatz suchen, nochmal anmelden...usw.
Endlich in der Ortopädischen Klinik angekommen, wurden dann auch alle meine CD´s, die ich selbst zum Glück auch noch als Kopie dabei hatte, eingelesen so dass die aktuellen Untersuchungsergebnisse auch in Heidelbergvorlagen. Bis die Ärzte dann Zeit für mich hatten war wieder über eine Stunde vergangen. Zu erst habe ich mit einer Oberärztin gesprochen die sich meine MRT-Bilder genau angesehen hatte. Sie sagte dass die Vene für die Blutversorgung zu meinem Unterschenkel frei ist und somit auch der Erhalt meines Unterschenkels sehr gute Chancen hat. Allerdings ist der Hauptnervenstrang von dem Tumor eingeschlossen, so dass man nicht garantieren könne dass ich noch in meinem kompletten unteren Bein noch Gefühl haben werde. Des Weiteren ist der Tumor großflächig um meinen Oberschenkelknochen gewachsen. Die Ärztin teilte mir mit, dass es nötig sein kann das Kniegelenk zu entfernen weil man nicht so großflächig den Knochen abschälen könne um sicher zu stellen alle Tumorzellen zu entfernen. Allerdings war der Chefarzt, der später dazu kam der Meinung, dass es unter Umständen vielleicht doch möglich sei auch mein Kniegelenk zu erhalten. Dies würde sich aber wahrscheinlich erst bei der Operation zeigen wie gut sich der Tumor vom Knochen entfernen lässt oder ob es doch notwendig sein wird das komplette Kniegelenk gegen ein künstliches zu tauschen.
Der weitere Ablauf sieht also so aus, dass ich jetzt erst noch zwei Chemotherapien machen werde und anschließend einen Termin zur Operation Ende Januar / Anfang Februar in Heidelberg vereinbaren werde.
Alles in allem war der Besuch in Heidelberg ziemlich nervig. Da fährt man durch halb Deutschland und niemand bereitet sich auf einen Termin vor den man schon vor über einen Monat vereinbart hatte. Und auch die Beratung hat zum Teil mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Jetzt gleich fahre ich nach Bielefeld und werde mit Herrn Dr. Wegehenkel meine neuen Erkentnisse aus Heidelberg besprechen. Auch habe ich schon Termine mit den Chefärzten aus der Othopädie und Onkologie hier in Bielefeld vereinbart. Ich will mir einfach sicher sein, dass wir die richtigen Entscheidungen treffen. Und da ich von der Beratung in Heidelberg jetzt nicht so begeistert war, möchte ich mich einfach nochmal mit den Chefärzten hier vor Ort beraten lassen.
So dass reicht jetzt.....
Bis denn...
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